Fahrtregler mit Impulsbetrieb

Dieser intersessante Fahrtregler bassiert auf einer Schaltung aus der Zeitschrift MODEL RAILROADER (Oktober 1978). Ich habe diese Originalschaltung ein wenig modifiziert und mit einer Strombegrenzung versehen. Für einen Preis von ca. 15 €, ohne Netzteil, läßt sich hier ein hervorragender Fahrtregler aufbauen. Dieser Fahrtregler bietet außer dem niedrigen Preis noch einen weiteren nicht unerheblichen Vorteil. Die Wärmeentwicklung der Loks ist gegenüber einer pulsweitenmodelierten Spannung erheblich niedriger. Da die Loks nur zum Anfahren und Anhalten eine gepulste Gleichspannung erhalten und ansonsten mit einer reinen Gleichspannung betrieben werden.
Als Stromversorgung für die Schaltung verwende ich ein stabilisiertes Steckernetzteil 12V/1,5A. Die Schaltung wurde mit handelsüblichen Bauteilen aufgebaut, so dass jeder der mit einem Lötkolben umgehen kann, die Schaltung auf einer Lochrasterplatte aufbauen kann. Es folgt nun die Schaltung, das benötigte Material und eine detalierte Beschreibung. Viel Spaß beim Nachbauen.

Schaltung:
(Klicken Sie hier um die Schaltung groß darzustellen.)


Material:
R1 = 2,7k R10=2k(Poti)
C1,C4,C5,C6=100n
D5=LED (rot)
T14=BC548C
R2 = 27k R12=12k
C2=1u
D6=1N4002

R3,R4,R6=4,7k
R15=22k(Poti)
C3=2200u
D7,D8=LED (grün)
IC1=NE555
R5,R11,R13,R14,R24,R25=1k
R18=0,47/5W


IC2=4011
R7,R16,R17,R21,R22,R23,R26=10k
R19=330
D1,D4,D9=1N4148
T1..T9,T12,T13=BC548B

R8=1M
R20=100k
D2=LED (gelb)
T10=BD435C
S1=Taster
R9=390

D3=ZD10V/500mW
T11=BC558B
K1=Relais 10V 2xUM

Beschreibung:

Der Fahrregler liefert Impulse zum langsamen Anfahren und Anhalten der Lokomotive. Die Impulse erscheinen, wenn das Fahrpoti R15 wenig aufgedreht wird, bei Erhöhung der Gleichspannung durch weiteres Aufdrehen von R15 verschwinden die Impulse und erscheinen wieder, wenn R15 wieder zurückgedreht wird. Das Fahrpoti R15 liegt an der Betriebsspannung + Ub. Die mit dem Schleifer abgegriffene Spannung wird über D4 den Transistoren T10, T11 zugeführt, die eine Darlingtonstufe bilden. Diese speist über das Polwende-Relais K1 das Gleis. Die Impulse werden von dem als astabilen Multivibrator geschalteten Timer-IC NE 555 erzeugt. Die Pulsfrequenz beträgt ca. 50 Hz und die Impulsdauer ca. 10 Prozent der Pulsperiode. Die Impulse gelangen über R4 und R7 an T4 und von dessen Emitter an die Basis von T9, wo sie sich dem Gleichspannungspegel überlagern. Die Höhe der Impulse wird über R8, T3 und T2 von der Schleifer-Stellung von R15 bestimmt. Bei höher abgegriffener Gleichspannung werden die Impulse über T2 nach Masse kurzgeschlossen. Mit dem Poti R10 läßt sich die Schwelle festlegen, bei der die Impulse erscheinen bzw. verschwinden. Damit läßt sich die Impulssteuerung an die speziellen Fahreigenschaften der Lokomotiven anpassen. Die LED D2 leuchtet, wenn keine Impulse vorhanden sind. T5 und T6 schalten die Impulse aus, wenn der Abgriff von R15 an Masse liegt, d.h. der Fahrregler auf Halt steht.
Die Polwendschaltumg wird ist aus 2 der 4 Gatter des 4011 als astabiler Multivibrator aufgebaut, der mit S1 hin und her geschaltet wird und über T14 das Relais K1 für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt umsteuert. Die LEDs D7, D8 zeigen die Fahrtrichtung an.
Kein Fahrtregler ohne Stromgebrenzung. Die Strombegrenzung ist hier über R18 und T11 realisiert und begrenzt den max. Fahr-/Kurzschlußstrom auf ca. 1,3A. LED D5 leuchtet, wenn der max. Stromfluß erreicht wird.
Die Schaltung enthält noch kein Netzgerät. Ich verwende, wie oben schon erwähnt, ein stabilisiertes Steckernetzteil 12V/1,5A, somit steht eine max. Betriebs-Gleichspannung +Ub von 9V für den Betrieb am Gleis zur Verfügung.
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